Rückblick: Reinhard Kardinal Marx & Wolfgang Huber | 06.06.2017

Was haben Glaube und Gewalt, Religion und Frieden bzw. Krieg miteinander zu tun? Vielfach wird im Westen angenommen, dass der Glaube vor allem im sogenannten Orient zur Radikalität und Gewalt anstachele und der Glaube für Kriege instrumentalisiert werde. Oder sind es vielmehr ethnische oder ökonomische Ursachen, die als Auslöser für Kriege angesehen werden können, da Religionen doch oft ein friedensstiftendes, versöhnendes Moment innewohnt?

Diesen Fragen widmeten sich am Tag der Echternacher Springprozession im Rahmen der diesjährigen HORIZONTE-Reihe der Erzbischof von München und Freising sowie Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Marx und der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Professor Dr. Dr. h.c. Wolfgang Huber im TRIFOLION Echternach. Der Bürgermeister der Stadt Echternach, Yves Wengler und Ralf Britten, Direktor des Hauses, führten in den Vortrag ein.

Mit zahlreichen Besuchern und prominenten Gästen diskutierten die beiden Religionsvertreter im Anschluss die brennendsten Fragen. Die Diskussion leitete Professor Wolfgang Fleckenstein von der Luxembourg School of Religion & Society (LSRS), die die Veranstaltung als Kooperationspartner begleitete.  

Das Copyright der Fotos liegt bei Willy Speicher. 

 

In der TRIFOLION-Reihe HORIZONTE im Jahr 2017 geht es um das Themengebiet „Frieden“ und seine Grundlagen. Unsere Welt scheint heute mehr denn je geprägt zu sein von politischen, ökonomischen und sozialen Krisen, von innerstaatlichen wie internationalen Kriegen, hierunter auch Konflikte zwischen Kulturen. Das TRIFOLION möchte diesen Phänomenen nachspüren und der Frage nachgehen, ob eine friedliche und friedfertige Welt im zwischenmenschlichen wie im Bereich der Staaten möglich ist, oder ob Friede stets nur eine Utopie, als Abwesenheit von Krieg, bleiben wird. Mit der Vortrags- und Talkreihe soll einerseits ein Blick auf globale, politische und soziale Phänomene geworfen werden, aber auch der Frage nach den Möglichkeiten und Verantwortungen des Westens oder auch jedes einzelnen Bürgers in seinem Umfeld nachgegangen werden. Weiterlesen