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Fake Facts – Der Stoff, aus dem Wahrheiten sind

Freitag 1. April 2022 10:00 Freitag 1. April 2022 11:00 Atrium

Eine Produktion des TRIFOLION Echternach. | Theaterperformance zu den unterschiedlichen Formen der „Fake News“ von Daliah Kentges & Sarah Rock

 

„This is Fake News“ – Spätestens seit Donald Trump sind Fake News in aller Munde. Der Begriff, der es sogar zum Unwort des Jahres 2017 geschafft hat, ist mittlerweile eindeutig politisch konnotiert und beinhaltet Wahlbetrug, Bildmanipulation, Gerüchte, Falschmeldungen und Lügen. Angesichts gezielter bzw. gelenkter Desinformationspolitik und dem Sprechen über alternative Wahrheiten und ein postfaktisches Zeitalter gerät der Wahrheitsbegriff zunehmend ins Wanken. In Zeiten von Facebook, Twitter, WhatsApp und Co. können sich Falschmeldungen in Lichtgeschwindigkeit verbreiten und es kommt die Frage auf, wie sich überhaupt noch wahre von frei erfundenen und absichtlich verfälschten Nachrichten unterscheiden lassen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die formale Verarbeitung und Kommunikation von Fake News. Wie funktioniert die Verbreitung? Warum verbreiten sich Falschmeldungen so schnell? Welche Formen haben eine größere Reichweite als andere? Wie fallen die Reaktionen der Menschen aus? Wer ist vertrauenswürdig? Können wir das eigentlich selbst erkennen? Auch wenn der Anschein aufkommen mag, dass es sich bei Fake News um ein Phänomen unserer Gegenwart handelt, so verrät ein Blick auf die Menschheitsgeschichte, dass Falschmeldungen seit jeher ein fester Bestandteil derselben sind und den Geschichtsverlauf stellenweise maßgeblich beeinflussen konnten. Bereits im Zeitalter der alten Ägypter oder zu Zeiten Kaiser Konstantins operierten gewiefte Akteure mit Falschmeldungen, um eigene Interessen durchzusetzen und ihre Position zu stärken.

Der Fall Marie-Antoinette zeigt, dass selbst eine vermeintlich harmlose Aussage wie „Qu’ils mangent de le brioche“ die Meinungsbildung eines ganzen Volkes in eine bestimmte Richtung lenken konnte. Auch George Bush bewies, dass man nicht nur einen Wahlsieg, sondern auch einen Krieg mithilfe von Fake News heraufbeschwören kann.

Die Theaterperformance, welche über ca. 50 Minuten von zwei Schauspielern vorgeführt wird, hat zum Ziel, das Phänomen Fake News zu hinterfragen und deren unterschiedliche Formen aufzuzeigen. Zum einen nimmt die Performance Bezug auf Fälle aus der frühen und späten Geschichte (Nero, Vatikan, Französische Revolution, etc). Zum anderen werden aktuelle Fälle der Zeitgeschichte behandelt, die vom Fall Claas Relotius und der Spiegel-Affäre über 9/11, George W. Bush bis hin zu Donald Trump reichen.

Regie: Daliah Kentges

Dramaturgie: Sarah Rock

Schauspiel: Anne Klein, Pitt Simon

 

 

50 Min. ohne Pause

Mehrsprachig: Luxemburgisch, Deutsch, Französisch und Englisch