Kunst der Ungleichheit
Akroāma feiert seine Premiere im Trifolion und setzt sich mit sozialer Gerechtigkeit und den Ungleichheiten in der Behandlung von Individuen auseinander. Das Stück hinterfragt, wie soziale Umfelder unsere Identität prägen – und wie man seinen Platz in der Gesellschaft finden kann, wenn einem buchstäblich kein Stuhl angeboten wird. All das eingebettet in eine poetische und abstrakte Szenografie, die zu einer Spiegelung der unsichtbaren Barrieren zwischen sozialen Klassen wird.
Getragen von virtuosen Performer:innen und einer einzigartigen Klangkomposition – einer Begegnung zwischen elektronischer Musik und der traditionellen Klangwelt der Oud – bietet das Stück eine sensible und engagierte Antwort auf gesellschaftliche Fragen. Akroāma bekennt sich zu einer emotionalen, zugänglichen Kunst, die im Erleben und Empfinden verankert ist.
Konzipiert für Spielorte außerhalb klassischer Theaterbühnen, sucht Akroāma den sozialen Dialog und schafft somit Raum für Austausch zwischen unterschiedlichen Welten.
Akroāma: aus dem Lateinischen
- Ohrenschmaus; ein Genuss für das Gehör, etwa bei einer Lesung oder einem Konzert.
- Darbietender Künstler – Performer, Musiker oder Schauspieler.
INTENTION
AKROĀMA – „Ein Versuch der Versöhnung: zwischen den Menschen, zwischen Kunst und Publikum, zwischen Körpern und Blicken, zwischen dem, was uns unterscheidet, und dem, was uns im Innersten verbindet. In einer Welt, die einordnet, trennt und hierarchisiert, entscheidet sich dieses Stück bewusst für das Gegenteil: für Nähe. Es erinnert daran, dass jeder Mensch unverwechselbar einzigartig ist und zugleich aus derselben Substanz besteht wie alle anderen – geprägt von denselben grundlegenden Emotionen und demselben Bedürfnis, verstanden und angenommen zu werden.
Auf der Bühne spielen die Performerinnen keine Rollen – sie sind. Ihre Besonderheiten werden nicht abgeschwächt, sondern hervorgehoben. Ihre Vielfalt wird zum eigentlichen Material der Aufführung. Aus der Gegenüberstellung einzigartiger Präsenzen entsteht eine unerwartete Kohäsion. Die Körper gleichen einander nicht – sie erkennen einander.
Wie kann die Kunst ihre Fähigkeit zurückgewinnen, zuerst zu berühren, bevor sie erklärt?
AKROĀMA versteht sich nicht als elitär. Im Gegenteil: Das Stück wählt eine einfache, sinnliche Form, die stellenweise von Humor und Nostalgie durchzogen ist und sich an Menschen jeden Alters und an jedes Publikum richtet. Es setzt keinerlei Vorkenntnisse im zeitgenössischen Tanz voraus, sondern bietet eine emotionale, warme und gemeinschaftliche Kunsterfahrung, in der Publikum und Interpretinnen nicht durch eine symbolische Distanz getrennt sind, sondern in einem gemeinsamen Erlebnis zusammenfinden.“
CREDITS
Brian Ca – Konzept, Szenografie und Choreografie in Zusammenarbeit Interpret:innen
Ileana Orofino – Produktion & Administration
COH – Komposition et Live elektronische Musik
Saïf Al-Khayyat – Live-Musiker (Oud)
Nina Schaeffer – Technische Leitung & Lichtgestaltung
Rachel Quarmby-Spadaccini – Kostüm, Design & Umsetzung
Noémie Tudoux – Szenografie & Malerei
Mit Magaly Teixeira, Noa Nies, Georges Maikel Pires Monteiro, Giuseppe Sanniu, Antonello Sangirardi, Maya Balam Meyong.
Camille Lazzari – Verantwortliche für das Vermittlungsprogramm
Catarina Barbosa & Coralie Calfond – Choreografische Recherche
Kopoduktion : Trifolion Echternach, ArcA Bertrange, TROIS C-L | Maison pour la danse
Unterstützung : Ville de Luxembourg, Œuvre Nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte, Fondation Sommer, Bâtiment4, Fondation Indépendance, Les Théâtres de la Ville de Luxembourg pour la construction du décor dans ses Ateliers.
Mit finanzieller Unterstützung des Ministère de la Culture du Grand-Duché de Luxembourg und der Ville d’Esch-sur-Alzette.
Dank : Fondation Été, Moka Production
Preise
Normaltarif: 25,00€
Ermäßigt <27: 15,00€
Gruppentarif (5+ Pers.): 20,00€
Trifo Card: 20,00€
Kulturpass: 1,50€
Dauer
75′
Ort
Atrium
Koproduktion


